Chilbi - Übung 2008
Auch dieses Jahr führte die FMK am Chilbi - Samstag die traditionelle Chilbi - Übung durch, welche wie immer in Form einer Einsatzübung ablief.
Im Vorfeld musste die Übungsleitung das Objekt markieren. Das bedeutet, dass der Übungsleiter mit seinen Gehilfen farbige Fanions (rechteckige Kunststoffblätter ca. A4 gross) aufhängt, da ja nicht jedes mal ein Haus angezündet werden kann. :-)
Weiter mussten die Figuranten (Personen die einen Verletzten spielen) vor dem Übungsbeginn von den Samaritern des Samaritervereins Neunkirch in mühsamer Arbeit geschminkt werden, so dass die Verletzungen möglichst echt aussehen. Nun waren sie soweit, dass sie von den Feuerwehrleuten gerettet werden konnten.
Pünktlich um 13.30 Uhr des 03. Mai 2008 ging die Meldung ein, dass ein Feuer im Winkel 1 ausgebrochen sei. Der Einsatzleiter vor Ort löste Alarmstufe 3 (gesamte Feuerwehr Mittelklettgau) aus. Was war passiert?
Ein Personenwagen geriet aus ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn und verlor die Beherrschung über sein Fahrzeug. Der PW krachte in das Haus Im Winkel 1. Das auslaufende Öl entzündete sich auf dem heissen Motorblock. Dieses Feuer griff nun auf das Gebäude über und breitete sich rasch aus. Wegen der starken Rauchbildung konnten die Bewohner der Liegenschaft ihre Zimmer nicht mehr verlassen.
Die Angehörigen der Feuerwehr sowie die Mittel waren sehr schnell vor Ort. Der erste Gruppenführer erhielt den Auftrag die Person im Personenwagen zu retten. Die weiteren Gruppenführer mussten die drei Bewohner, die sich immer noch im Haus aufhielten, retten. Eine dieser Rettungen musste mit der grossen mechanischen Leiter aus Neunkirch ausgeführt werden.
Nach der eigentlichen Rettung wurden die Patienten in das Verwundetennest gebracht. Dort wurden sie von der Alarmgruppe des Samaritervereins Neunkirch in Empfang genommen. Die Samariter leisteten ganze Arbeit
Die Verkehrsgruppe sperrte eine Spur der Hauptsrasse und betrieb einen wechselseitigen Einbahnverkehr. Die Elektriker sorgten dafür, dass die Liegenschaft stromlos war und somit für unsere Einsatzkräfte eine Gefahr weniger bestand.
Die Führungsgehilfen entlasteten den Einsatzleiter, zeichneten das Einsatzkroki und führen das Einsatzjournal. Auch der Funk wurde durch die Führungsgehilfen bedient, so dass sich der Einsatzleiter auf den Einsatz und die weiteren Befehle kümmern konnte.
Nun konnten die beiden TLF in Betrieb genommen werden. Mit gezielten Halte - und Löschangriffen konnte ein grösserer Schaden verhindert werden.
Nun galt es ebenfalls die Umwelt noch vor grösserem Schaden zu bewahren. Die Schachtdeckel sollten abgedeckt werden und das kontaminierte Löschwasser hätte separat entsorgt werden müssen. Bevor jedoch ein erster Auftrag diesbezüglich, an einen Gruppenführer erteilt worden war, leitete die Übungsleitung, unter der Führung von René Spörri, das Ende der Übung ein.
Nach dem alle Leitern, Schläuche und Atemschutzgeräte wieder in Einsatzbereitschaft gebracht worden waren, wurde die Übungsbesprechung durchgeführt.
Als erstes bedankte sich René bei der Eigentümerin Conni Weber, dass die Feuerwehr ihr Haus für die Übung benützen durfte, was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist.
René Spörri ging in seiner gut strukturierten Übungsbesprechung auf die vielen positiven Leistungen der Mannschaft und der Kader ein. Ein paar Punkte die es zu verbessern gilt hatte er auch noch notiert und natürlich erwähnt. Das Fazit der Übung, mit dem Schwergewicht Rettungen, galt als erfüllt.
Nach der Übung wurde im Magazin noch wie jedes Jahr Geld gesammelt für die Kinder. Mit dem gesammelten Geld verhandelt das Kommando mit den Schaustellern, wie viele Freifahrten die Kinder am Samstag und am Sonntag haben.
Dann ging es auf die Restaurant - Tour bis in die frühen Morgenstunden. Wieder einmal ein gelungener Anlass.




