Landfrauentag 2008
von René Spörri / Bilder Daniel Labhard
Rund 40 Personen trafen sich am 24. Mai 2008 zu einem Kurs, den der Landfrauenverein Neunkirch zusammen mit dem FMK organisierten. Thema und Ziel war es, den TeilnehmerInnen das richtige Verhalten im Brandfall zu erläutern.
Beim ersten Posten ging es doch eher theoretisch zu und her. „Wie verhalte ich mich, wenn es brennt“, war das Thema. Es wurde versuchte mit Bildern, Beispielen und Filmen aufzuzeigen, wo im Haus Gefahrenpotenziale sind und wie man diese auf einfache Weise beseitigen kann.
Doch was, wenn es dennoch zu einem Ereignis kommt? ARL war hier das Stichwort: Alarmieren, Retten, Löschen. Mit Nachdruck wies der Referent darauf hin, dass in jedem Fall zuerst die Feuerwehr zu alarmieren sei, bevor man selbst mit Giesskanne oder Gartenschlauch eigene Löschversuche startet.
Beim zweiten Posten wurde mit Kleinlöschgeräten gearbeitet. Was kann man mit einer Eimerspritze oder einem Gartenschlauch (Schnellangriff) erreichen? Die TeilnehmerInnen versuchten, unter Berücksichtigung elementarster Rohrführergrundsätze, ein Feuer selbst zu löschen.
Moulagierte Personen erwarteten die TeilnehmerInnen in der dritten Lektion. Der Samariterverein hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und verschiedenste Verbrennungen moulagiert. Die Aufgabe war nun, diese zu beurteilen und die nötigen Massnahmen einzuleiten. Vorab wurde aber mit all den Ammenmärchen aufgeräumt: Finger weg von Zahnpasta, Mehl oder Öl. Diese „Hausmittel“ eignen sich auf keinen Fall zur Behandlung von Verbrennungen.





Im letzten Abschnitt wurde wiederum praktisch gearbeitet. Die Firma Primus stellte ihre Feuerlöscher und Löschdecken vor. Selbstverständlich hatten alle Gelegenheit diese Geräte auch selbst zu testen. So konnte jeder mit einer Löschdecke brennendes Bratöl ersticken oder mit einem Feuerlöscher einen kleinen Brand bekämpfen.
Am Ende erwarteten alle mit Spannung das Schlussbouquet:
Was passiert, wenn man einen Vulkan in einen mit Wasser gefüllten Eimer wirft? Warum sollte eine brennende Friteuse nie mit Wasser gelöscht werden?
Eindrücklich wurde demonstriert, dass ein Vulkan auch unter Wasser munter weiterbrennt und es beim Löschversuch der Friteuse zu einer eigentlichen Explosion kommt.
Leider begann es just in dem Moment, als wir bei Wurst und Bier zum gemütlichen Teil schwenkten, zu regnen. Dennoch bleibt uns dieser Tag in sehr guter Erinnerung.